Unabhängiger Anbieter für Online-Weiterbildung · Online-Kurse im eigenen Tempo mit Teilnahmebescheinigung

Ethik und Berufskodizes

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Ehegattennotvertretung im ärztlichen und pflegerischen Alltag

Wer entscheidet, wenn Patientinnen und Patienten nicht mehr selbst entscheiden können? Rechtsgrundlagen, Prüfschritte und Gesprächsführung für Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachpersonen

  • 2Lernstunden
  • 8Abschnitte
  • 15Abschlussfragen
  • 80%Bestehensgrenze
  • PDFTeilnahmebescheinigung
  • Online und im eigenen Tempo, auf jedem Gerät
  • Vorlage für den reflektierenden Bericht
  • Wissensfragen in jedem Abschnitt
  • Teilnahmebescheinigung sofort verfügbar

Verfasst für DeutschlandAktualisiert: 3 November 2026

Was Sie lernen werden

  • Unterscheiden Sie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Ehegattennotvertretung und rechtliche Betreuung und ordnen Sie sie in ein Prüfschema ein.
  • Prüfen Sie, ob eine Patientenverfügung wirksam ist und auf die aktuelle Behandlungssituation zutrifft (§ 1827 BGB).
  • Ermitteln Sie Behandlungswünsche und mutmaßlichen Willen anhand konkreter Anhaltspunkte, wenn keine passende Verfügung vorliegt.
  • Beurteilen Sie, wann eine Bevollmächtigte oder ein Bevollmächtigter entscheiden darf und wann die Vollmacht ausdrücklich bestimmte Maßnahmen nennen muss (§ 1820 BGB).
  • Führen Sie das Gespräch nach § 1828 BGB und entscheiden Sie, ob eine Genehmigung des Betreuungsgerichts nach § 1829 BGB erforderlich ist.
  • Wenden Sie die Voraussetzungen, Ausschlüsse und Formalien der Ehegattennotvertretung nach § 1358 BGB an.
  • Handeln Sie in Notfällen, bei Zweifeln und bei Konflikten im Team oder in der Familie strukturiert und dokumentieren Sie nachvollziehbar.
  • Leiten Sie aus einer Checkliste Verbesserungen für Ihre Einrichtung ab, auch für die Beratung zur Vorsorgeplanung.

Für wen dieser Kurs gedacht ist

Nach einer Beschwerde

Strukturiertes Lernen und eine schriftliche Reflexion, um nach einer Beschwerde oder einem Verfahren vor Ihrer Kammer Einsicht zu zeigen.

Fortbildung

Fokussiertes Lernen zu einer zentralen Berufsregel, mit Teilnahmebescheinigung und einer Reflexion für Ihre Lernunterlagen.

Über diesen Kurs

Dieser Kurs zeigt, wie Sie im Behandlungsalltag mit Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und der Notvertretung unter Ehegatten umgehen, wenn die Patientin oder der Patient nicht mehr selbst einwilligen kann. Er ordnet die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (insbesondere §§ 1358, 1820, 1827 bis 1829 und 1831 BGB) und verbindet sie mit den ethischen Hinweisen der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer.

Behandelt werden die Wirksamkeit und die Reichweite einer Patientenverfügung, die Ermittlung von Behandlungswünschen und mutmaßlichem Willen, die Stellung der oder des Bevollmächtigten, das Gespräch nach § 1828 BGB, die Genehmigung durch das Betreuungsgericht, die Voraussetzungen und Grenzen der Ehegattennotvertretung sowie Dokumentation, Konfliktlösung und Vorsorgeplanung. Der Kurs richtet sich an Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachpersonen in Klinik, Praxis und Pflegeeinrichtung.

Bearbeitungsdauer:

Bearbeitungsdauer ca. 2 Stunden, einschließlich Lesen der Lektionen, Reflexion und Abschlusstest. Es handelt sich um eine Fortbildung ohne Kammeranerkennung; es werden keine Fortbildungspunkte vergeben. Ob und wie Sie die Bearbeitung für Ihre Fortbildungsnachweise nutzen können, entscheiden Sie bitte anhand der Regelungen Ihrer Kammer oder Ihres Arbeitgebers. Bewahren Sie die Teilnahmebescheinigung zusammen mit Ihrer Reflexion auf.

Kursdetails

Bearbeitungsdauer
ca. 2 Stunden (Fortbildung ohne Kammeranerkennung, keine Fortbildungspunkte)
Zielgruppe
Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachpersonen in Klinik, Praxis und Pflegeeinrichtung
Behandelte Regelwerke
§§ 1358, 1820, 1827, 1828, 1829 und 1831 BGB; Hinweise und Empfehlungen von Bundesärztekammer und ZEKO (2018)
Format
Selbstgesteuertes Lesen mit Fallbeispielen, Anwendungsfragen und Reflexion
Leistungskontrolle
15 szenariobasierte Multiple-Choice-Fragen; Bestehensgrenze 12 von 15 (80 %)
Ergebnis
Teilnahmebescheinigung mit Angabe der Bearbeitungsdauer, ohne Kammeranerkennung

Kurscurriculum

8 Abschnitte · 24 Lektionen · 2 Lernstunden · Abschlussprüfung mit 15 Fragen

  1. 1Rechtsrahmen und Prüfschema: Wer entscheidet, wenn der Patient es nicht mehr kann?4 Lektionen
    • Wenn Patientinnen und Patienten nicht mehr selbst entscheiden können
    • Die Patientenverfügung: Inhalt und Bindungswirkung nach § 1827 BGB
    • Die Vorsorgevollmacht: Wer darf für die Patientin oder den Patienten entscheiden?
    • Ein Prüfschema für den Alltag
  2. 2Die Patientenverfügung in der Praxis: Wirksamkeit, Passung und Willensermittlung4 Lektionen
    • Ist die Patientenverfügung wirksam?
    • Passt die Verfügung auf die aktuelle Situation?
    • Behandlungswünsche und mutmaßlicher Wille
    • Gespräch und Dokumentation bei fehlender oder unklarer Verfügung
  3. 3Vorsorgevollmacht, Gespräch und gerichtliche Genehmigung4 Lektionen
    • Die Vorsorgevollmacht in der Behandlungssituation
    • Das Gespräch nach § 1828 BGB
    • Wann das Betreuungsgericht zustimmen muss: § 1829 BGB
    • Zweifel, Missbrauch, Eilfälle und Pflegefachpersonen
  4. 4Die Ehegattennotvertretung nach § 1358 BGB4 Lektionen
    • Ehegattennotvertretung: Zweck, Reichweite und Voraussetzungen
    • Wann die Notvertretung nicht gilt
    • Ärztliche Bescheinigung und schriftliche Versicherung
    • Grenzen, Konflikte und Abgrenzung zu Vollmacht und Betreuung
  5. 5Notfall, Konflikte, Vorsorgeplanung und Dokumentation4 Lektionen
    • Notfall und Zeitdruck: Handeln, ohne den Willen zu übergehen
    • Konflikte: Team, Angehörige und Ethikberatung
    • Vorsorgeplanung und Beratung: Advance Care Planning
    • Dokumentation und Checkliste für Ihre Einrichtung
  6. 6Fazit und Kernaussagen1 Lektion
    • Fazit: Den Willen ernst nehmen
  7. 7Quellen und Kurzübersicht2 Lektionen
    • Quellen und Hinweise
    • Kurzübersicht
  8. 8Reflexion1 Lektion
    • Reflexion

Prüfung und Teilnahmebescheinigung

Abschlussprüfung

15szenariobasierte Fragen

  • Bestehensgrenze 80 %: 12 von 15 richtig
  • Wissensfragen in jedem Abschnitt begleitend zum Lernen
  • Prüft, ob Sie die Standards anwenden können, nicht, ob Sie eine Seite wiedergeben können
  • Nicht bestanden? Sehen Sie sich die Abschnitte noch einmal an und wiederholen Sie die Prüfung

Teilnahmebescheinigung

Eine Teilnahmebescheinigung mit Angabe der Lernstunden für Ihre Lernunterlagen. Sie ist weder ein Fortbildungsnachweis noch ein Fortbildungspunkt.

  • Ihr Name, der Kurstitel und die Lernstunden
  • Abschlussdatum und eine eindeutige, überprüfbare Bescheinigungs-ID
  • Sofort als PDF zum Download, sobald Sie den Kurs abgeschlossen haben

Ihr reflektierender Bericht

Der Kurs enthält eine strukturierte Vorlage für den reflektierenden Bericht: Leitfragen, um festzuhalten, was Sie gelernt haben, wie Sie es anwenden werden und wie sich die Veränderung in Ihrer Praxis zeigt. Sie erhalten eine schriftliche Dokumentation Ihrer Reflexion nach einer Beschwerde und eine fertige Unterlage für Ihre Lernunterlagen.

Schreiben Sie in Ihren eigenen Worten und lassen Sie alles weg, was eine Patientin, einen Patienten, eine Kollegin, einen Kollegen oder einen Fall identifizieren könnte. Wenn Sie eine offene Beschwerde oder einen offenen Fall haben, sprechen Sie mit Ihrer Beratung, bevor Sie schriftlich darüber reflektieren.

Fragen zu diesem Kurs

Für wen ist der Kurs gedacht?

Der Kurs richtet sich an: Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachpersonen in Klinik, Praxis und Pflegeeinrichtung. Er ist ein Online-Kurs zum Selbststudium, den Sie jederzeit unterbrechen und fortsetzen können; Ihr Fortschritt bleibt gespeichert.

Was ist die Ehegattennotvertretung und wird sie im Kurs behandelt?

Ja. Ein eigener Abschnitt behandelt die Ehegattennotvertretung nach § 1358 BGB. Daneben führt der Kurs durch ein Prüfschema zur Frage, wer entscheidet, wenn Patientinnen und Patienten es nicht mehr selbst können, und behandelt Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, gerichtliche Genehmigung (§§ 1820, 1827 bis 1829 und 1831 BGB), Notfälle, Konflikte und Dokumentation, mit Bezug auf Hinweise von Bundesärztekammer und ZEKO (2018).

Erhalte ich Fortbildungspunkte?

Nein. Der Kurs ist ein unabhängiges Bildungsangebot und nicht von einer Ärzte-, Zahnärzte- oder anderen Kammer anerkannt; es werden keine Fortbildungspunkte vergeben. Sie erhalten ein Zertifikat mit Kurstitel, Bearbeitungsdauer (ca. 2 Stunden) und Datum. Ob und wie Sie die Zeit gegenüber Ihrer Kammer dokumentieren können, klären Sie bitte vorab dort.

Wie läuft die Abschlussprüfung ab, und was kostet der Kurs?

Die Abschlussprüfung besteht aus 15 Multiple-Choice-Fragen mit Fallbezug; bestanden ist sie ab 80 %, also mit mindestens 12 richtigen Antworten. Dazu gehört eine strukturierte Reflexion. Die Bearbeitungsdauer beträgt ca. 2 Stunden, der Preis 89 €.

Unabhängiger Anbieter für Online-Weiterbildung

So ist dieser Kurs entstanden

Nur amtliche Quellen

Jede rechtliche und regulatorische Angabe stammt aus Primärquellen: Deutsches Bundes- und Landesrecht, die Berufsordnungen der Kammern und amtliche Hinweise. Was wir nicht bestätigen können, lassen wir weg.

Original, Ausgabe für Ausgabe

Lektionen, Szenarien und Prüfungsfragen werden von uns für jede Ausgabe gesondert verfasst und vor der Veröffentlichung auf Richtigkeit, didaktische Qualität und faire Bewertung geprüft.

Überprüft, wenn sich Regeln ändern

Wenn sich ein Kodex, ein Standard oder ein Gesetz ändert, werden die betroffenen Kurse überprüft und aktualisiert. Gemeldete Fehler bei rechtlichen oder regulatorischen Angaben werden zuerst korrigiert.

Unabhängig, und das sagen wir offen

Wir sind weder mit einer Kammer oder staatlichen Stelle verbunden noch von einer solchen akkreditiert, zugelassen oder empfohlen, und wir versprechen nie ein bestimmtes Ergebnis.

Seite aktualisiert: 3 November 2026

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